Ein gewolltes, geliebtes Kind,
das nicht bleiben durfte
Es gibt eine Form von Abtreibung, über die kaum gesprochen wird:
Du wolltest dieses Kind. Und trotzdem musstest du dich – aufgrund einer schweren Diagnose, einer Fehlbildung oder weil dein Kind nicht lebensfähig gewesen wäre – aktiv für einen Abbruch entscheiden. Diese Erfahrung passt in keine der üblichen Schubladen, und genau deshalb findet sie oft keinen Raum.
Zwischen zwei Welten, nirgends ganz zu Hause
In Abtreibungs-Selbsthilfegruppen fühlst du dich vielleicht fehl am Platz, weil du dein Kind so sehr wolltest. In Fehlgeburt- oder Sternenkinder-Gruppen ebenso, weil du eine aktive Entscheidung treffen musstest, die sich anfühlt wie eine Schuld, die niemand sonst tragen musste. Beides stimmt nicht ganz – und trotzdem bist du mit beidem allein gelassen worden.
Abschied nehmen, während man noch hofft
Viele durchleben diesen Prozess in einem Zustand, in dem Hoffnung und Abschied gleichzeitig da sind – bis zur letzten Untersuchung, bis zur letzten Sekunde. Dieser innere Zwiespalt braucht Zeit und Raum, um verarbeitet zu werden, auch lange nachdem die Entscheidung längst getroffen ist.
Eine Entscheidung, die keine echte Wahl war
Du hast dich entschieden – und hattest doch keine Wahl, die sich wie eine anfühlte. Diese Art von Entscheidung hinterlässt oft eine besondere Mischung aus Trauer, Schuld und dem Gefühl, verantwortlich für etwas zu sein, das eigentlich niemand hätte verhindern können.
Schuld, Scham – und der Raum dazwischen
Dieses Thema ist oft mit Schuld und Scham belegt. Diese Gefühle dürfen da sein, ohne dass sie das letzte Wort behalten. Wir schauen gemeinsam, was darunter liegt.
Ich begleite dich mit einem körperorientierten, traumasensiblen Ansatz – wertfrei, ohne dass du dich für deine Entscheidung rechtfertigen musst.
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