Begleitung bei einer
Fehlgeburt
Es gibt nicht die eine Fehlgeburt. Manche erleben sie mitten in einer Schwangerschaft, die von Anfang an ersehnt war.
Manche waren sich noch unsicher, ob sie überhaupt bereit waren – und trauern trotzdem, manchmal zusätzlich mit einem schlechten Gewissen, manchmal mit einer Erleichterung, die sich selbst wieder schuldig macht. Und manche sehen einen positiven Test und bekommen kurz darauf ihre Periode – eine sogenannte biochemische Schwangerschaft. Auch das ist eine frühe Fehlgeburt, auch wenn sie im Außen oft gar nicht als solche gilt. All das darf hier seinen Platz haben.
Wenn es sich wiederholt, ohne Erklärung
Manche Menschen erleben mehrere Fehlgeburten hintereinander, ohne dass Ärzt:innen eine Ursache finden. Diese Ungewissheit ist eine eigene Form von Belastung – der Körper wird zum Rätsel, dem man nicht mehr traut.
Trauer um mehr als dieses eine Kind
Oft trauert man nicht nur um das Kind, das nicht bleiben durfte, sondern auch um eine Zukunft, die man sich bereits ausgemalt hatte – und um die Angst, dass es vielleicht nie klappen wird. Beides gehört zusammen und darf gemeinsam betrauert werden.
Trauer ohne Ritual
Für die meisten Verluste gibt es Rituale – eine Beerdigung, ein Grab, ein Datum zum Erinnern. Bei einer Fehlgeburt fehlt das oft. Manchmal gibt es nicht einmal einen Namen, den man aussprechen darf. Diese Leere braucht einen eigenen Raum.
"War ja noch kein Baby"
Kaum eine Form von Verlust wird im Außen so oft kleingeredet. Gut gemeinte Sätze wie "klappt schon wieder" oder "war ja noch früh" nehmen dem Schmerz seinen Raum, statt ihn anzuerkennen. Hier muss sich niemand rechtfertigen, wie groß die eigene Trauer sein darf.
Ein Prozess, der durch den Körper geht
Eine Fehlgeburt ist nicht nur ein emotionaler, sondern oft auch ein sehr körperlicher Ausnahmezustand – Wehen, Krämpfe, Blutungen, manchmal ausgelöst durch Medikamente. Mitten in diesem körperlichen Schmerz muss man gleichzeitig loslassen, was man bereits so sehr geliebt hat.
Leben und Tod liegen im Körper der Frau* nah beieinander.
Wenn Trauer nicht im gleichen Tempo verläuft
Auch innerhalb einer Partnerschaft trauern Menschen oft unterschiedlich schnell und unterschiedlich sichtbar. Das kann zusätzlich einsam machen, genau dann, wenn man sich am meisten Nähe wünscht.
Ich begleite dich mit einem körperorientierten, traumasensiblen Ansatz – vor Ort in Berlin oder online,
ganz gleich, ob deine Fehlgeburt gerade erst
geschehen ist oder schon länger zurückliegt.
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